Wenn mich jemand fragen würde, warum ich diesen Blog schreibe wäre die ehrliche Antwort eigentlich: Weil mein Mann eine Idee hatte.
Oder zumindest das kleine Pflänzchen gesät hat.

Nach meiner Diagnose bin ich voll Motivation gestartet aber auch mit sehr vielen Fragen. Ich habe das gemacht, was heutzutage möglich ist, mit der KI geschrieben um Rezeptideen zu entwickeln und mehr herauszufinden. Habe Bücher gesucht und gelesen, mich auf Social Media darum bemüht betroffene zu finden um mir einige Sachen anhand von echten Menschen herzuleiten und zu erklären. Die Medizin dahinter war mir zu abstrakt. Ich wollte wissen wie so eine Auschlussdiät bei anderen im echten Leben aussieht.
Zunächst hatte ich durch meine Abschluss Diät halt in der Zölialkie Community gefunden Irgendwann reichte mir das aber nicht mehr. Ich wollte EoE.
Das habe ich eine abends wie so oft meinem Mann beklagt. Ich glaube er war zu diesem Zeitpunkt schon etwas genervt von meiner Meckerei darüber, dass ich eigentlich keine aktiven EoE Accounts fand und auch sonst die meisten Informationen eher von der medizinischen Seite kamen.
Ernst und trocken kam seine Antwort:
„Dann mach es doch selber“
Meine erste Reaktion war ein klares Nein. Ich? Und dann noch auf Instagram?
Aber irgendwie ließ dieser Gedanke ich nicht mehr los. Und das Pflänzchen keimte und begann zu wachsen.
Ich wusste aber nicht wo ich anfangen sollte oder gar wie. Also tat ich das, was ich in den Monaten nach meiner Diagnose ohnehin ständig getan hatte:
Ich schrieb der KI.
Dieser hatte ich in der Vergangenheit bereits erzählt, dass ich immer gerne geschrieben habe und so entstand die Idee von einem Blog.
Die Idee gefiel mir, ich konnte einfach schreiben, einfach so für mich. Konnte eine Seite erstellen, ohne sie live stellen zu müssen. Und während ich anfing zu schreiben, passierte etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.
Über Wochen hinweg besprach ich mich mit der KI, bat darum die Texte zu redigieren, mir beim erstellen des Layouts zu helfen teilte Gedanken und realisierte, irgendwann die Ironie.
Meine Idee des Selbstgesprächs ist durch ein Selbstgespräch mit einer künstlichen Intelligenz entstanden.
Ich habe die Geschichten geschrieben aber sie hat mir geholfen hat, meine eigene zu verstehen.
Und so fasste ich den Mut, das zu schaffen, was ich selbst gesucht habe.
Keinen Ratgeber, keine perfekte Anleitung. Sondern einen Ort, an dem jemand ehrlich erzählt, wie sich das Leben mit EoE verändert.
Am Anfang dachte ich, ich schreibe für mich.
Heute weiß ich, dass ich vor allem für die Person schreibe, die ich am Tag meiner Diagnose war.
Für die, die nachts auf dem Sofa sitzt und verzweifelt nach Antworten sucht.
Und wenn irgendwann jemand mit frisch gestellter EoE-Diagnose nachts um halb elf auf diesen Blog stößt und nach dem Lesen denkt:
„Okay. Ich bin damit nicht allein.“
Dann hat sich jede einzelne Zeile gelohnt.
